se propulser


gehen

schöne dinge #7

thomas bernhard würde gehen – naturgemäß; und obwohl er gehen würde, ist er nicht fortgegangen

ich habe heute mein rad aus dem winterschlaf unsanft geweckt und bin einfach drauf los- und runtergefahren, den hügel, knapp wie immer, aber pünktlich – wär ich gewesen, noch habe ich die bernhardschen gehminuten im blut und freu mich, wie schnell man vorankommt, vor allem, wenn es bergab geht, einmal noch kurz absteigen, weil die frühlingssonne mir mitteilen wollte, dass die winterjacke total deplaciert, ein stolzer blick auf meine alte aber eiserne lady, na ja, die kondition ist noch nicht da und so hat ihr hinterteil einfach schlapp gemacht, der mantel war auch meiner lady zu heiß und hat kurzerhand beschlossen das zeitliche zu segnen; was tun, ein termin, danach, aber sogar das schieben erwies sich als mühsam, vom termin verschieben ganz zu schweigen,wachen blickes also weiter, begleitet von tausend gedanken, seh ich mein glück im glück, hätte sich meine lady doch keinen passenderen platz aussuchen können: ein paar meter vor einem genialen radgeschäft, übrigens hier mach ich werbung für den „radort“: superfreundlich, ging schnell und nach meinem termin konnte ich sie wieder abholen – frisch erholt strahlt sie mich an, meine golden-age-lady, die nun ein brandheißes hinterteil besitzt

by the way: mit aufgeblasenen reifen lässt es sich sogar herauffahren als ob man den ganzen winter über nichts anderes gemacht hätte – der frühling ist da, ich hoffe, er geht erst mal nicht und bleibt, das wäre naurgemäß sehr groß

 

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